Richtig heizen mit Holz –
Profitipps vom Schornsteinfeger
Der Ratgeber von Schornsteinfegermeister Andreas Lück
Tipps zu Brennholz, Anheizen, Luftzufuhr und Wartung für Kaminofen, Kamin und Kachelofen
Heizen mit Holz ist eine der ältesten und gleichzeitig nachhaltigsten Arten, ein Zuhause zu wärmen. Doch nur wer es richtig macht, heizt effizient, spart Brennstoff und schont dabei Umwelt und Nachbarschaft. Als Schornsteinfegermeister erlebe ich täglich, welche Fehler beim Heizen mit Holz gemacht werden – und wie einfach es ist, sie zu vermeiden.
Unsere Tipps zum richtigen Heizen mit Holz
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1. Das richtige Holz
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2. Holz richtig in den Ofen einlegen
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3. Richtig anzünden
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4. Die richtige Luftzufuhr
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5. Holz richtig nachlegen
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6. Asche regelmäßig entfernen
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7. Wartung der Feuerstätte
Unsere Tipps fürs Heizen mit Holz
1. Das richtige Holz – die Basis für gutes Heizen
Verwenden Sie ausschließlich naturbelassenes, luftgetrocknetes Holz mit einem Feuchtigkeitsgehalt von maximal 15 – 20%. Frisches oder feuchtes Holz verbrennt schlecht, produziert viel Rauch und belastet Schornstein und Umwelt. Laubhölzer wie Buche oder Eiche liefern eine lange Brenndauer und hohe Energieeffizienz. Das Holz sollte mindestens zwei Jahre luftig und witterungsgeschützt gelagert sein.
Niemals verbrennen: Lackiertes, beschichtetes oder verleimtes Holz, Spanplatten, Papier, Pappe oder Haushaltsabfälle – diese Materialien erzeugen gesundheitsschädliche Schadstoffe und beschädigen Ihre Anlage.
2. Holz richtig in den Ofen einlegen – die Basis für eine gute Verbrennung
Wie Sie das Holz in den Brennraum legen, hat großen Einfluss auf die Qualität der Verbrennung. Ein paar einfache Regeln helfen dabei:
- Nicht zu viel auf einmal: Füllen Sie den Brennraum nicht randvoll – zu viel Holz verschlechtert die Verbrennung.
- Abstand lassen: Legen Sie die Scheite nicht direkt aneinander, sondern mit etwas Abstand – so kann die Luft zirkulieren.
- Richtige Scheitgröße: Zu dicke Scheite zünden schlecht. Für den Anfang eignen sich dünnere Scheite, die sich dann mit dickeren ergänzen lassen.
- Rinde nach oben: Legen Sie die Scheite mit der Rindenseite nach oben – so verbrennen sie gleichmäßiger.
- Nicht zu früh nachlegen: Legen Sie neues Holz erst nach, wenn die vorherige Füllung gut durchgebrannt ist und leuchtend gelbe Flammen erloschen sind.
3. Richtig anzünden – von oben nach unten
Die empfohlene Methode ist das Anzünden von oben: Legen Sie zwei bis drei Holzscheite als unterste Schicht in den Brennraum, darauf einen Anzünder und gitterartig mehrere dünne Anzündhölzer. Öffnen Sie alle Luftregler vollständig. Das Feuer brennt so von oben nach unten ab – rauchärmer und effizienter als die klassische Methode von unten.
4. Die richtige Luftzufuhr – entscheidend für eine gute Verbrennung
Zu wenig Sauerstoff verschlechtert die Verbrennungsqualität und erzeugt Schadstoffe. Zu viel Luftzufuhr schickt unnötig viel Wärme durch den Schornstein. Die Flamme sollte leuchtend gelb brennen – das ist ein gutes Zeichen für eine optimale Verbrennung. Rußschwarze Scheiben oder dunkler Rauch aus dem Schornstein sind Warnsignale für zu feuchtes Holz oder zu geringe Verbrennungstemperatur.
5. Holz richtig nachlegen
Legen Sie neues Holz nach, sobald die leuchtend gelben Flammen erloschen sind und nur noch Glut vorhanden ist. Achten Sie darauf, zwischen den Scheiten etwas Abstand zu lassen – so zirkuliert die Luft besser. Füllen Sie den Brennraum nicht randvoll, aber auch nicht zu sparsam – optimale Verbrennung wird bei guter Auslastung erreicht.
6. Asche regelmäßig entfernen
Entfernen Sie Asche im Brennraum regelmäßig – zu viele Rückstände beeinträchtigen die Heizeffizienz. Achten Sie darauf, dass die Asche vollständig abgekühlt ist, bevor Sie sie entsorgen. Heiße Asche gehört in feuerfeste Behälter.
7. Wartung – damit Ihr Ofen lange zuverlässig funktioniert
Ein gut gewarteter Ofen heizt effizienter und sicherer. Lassen Sie Ihren Schornstein regelmäßig kehren und Ihre Anlage prüfen – das ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern schützt Sie vor teuren Schäden und gefährlichen Situationen.